Falte ist nicht gleich Falte. Im Gesicht gibt es ganz unterschiedliche Faltentypen — und jeder entsteht anders und braucht einen anderen Ansatz. Wer den eigenen Faltentyp kennt, versteht, warum eine Creme bei der einen Falte hilft und bei der anderen nicht. Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Faltenarten und was bei welcher wirklich hilft.
Im Gesicht unterscheidet man vor allem Mimikfalten (durch Muskelbewegung), Volumenfalten (durch Verlust von Fett und Kollagen), Lichtfalten (feine Fältchen durch UV-Schäden) und Schlaffalten (durch nachlassende Spannkraft und Schwerkraft). Jeder Typ entsteht anders — und braucht einen anderen Ansatz.
Welcher Faltentyp bei Ihnen im Vordergrund steht, zeigt die Hautanalyse. Dr. (univ.Te.) Nusret Fetai, Facharzt für Dermatologie in Düsseldorf, berät ehrlich, was sinnvoll ist — und was nicht.
Nicht alle Falten sind gleich — und nicht alle werden mit derselben Methode behandelt. Die Unterscheidung zwischen Mimikfalten, statischen Falten und Gravitationsfalten ist der erste Schritt zur richtigen Therapieplanung.
Krähenfüße, Zornesfalte, Stirnfalten: Diese Falten entstehen durch wiederholte Muskelkontraktion. Mit der Zeit prägen sie sich ins Kollagen ein und sind auch in Ruhe sichtbar (dann: statische Mimikfalten). Botox entspannt die verursachende Muskulatur — präventiv verhindern sie das Einprägen, kurativ reduzieren sie bestehende Falten.
Glabellamuskulatur. Häufigste Botox-Indikation. Gibt 'grimmigen' Eindruck. Sehr gut auf Botox ansprechend.
Orbicularis oculi. Entsteht durch Lachen. Dezent und kontrolliert behandelbar.
Frontalismuskel. Horizontal. Vollständige Entspannung gibt 'gefrorenen' Look — dezente Behandlung besser.
Nasolabialfalten und Marionettenfallen entstehen primär durch Volumenverlust und Gewebedeszensus (Absenkung durch Schwerkraft) — nicht durch Muskeln. Botox hilft hier kaum. Hyaluronfiller im Wangenbereich hebt das abgesunkene Gewebe an.
| Stirn, Zornesfalte, Krähenfüße | → Botox |
| Nasolabialfalten | → Filler Wange oder direkt in die Falte |
| Marionettenfallen | → Filler Jawline/Marionette |
| Tränenrinne | → Hyaluron (speziell, Vorsicht geboten) |
| Halsringe | → Botox Platysma (Nefertiti Lift) |
| Gesamtvolumenverlust | → Sculptra (Kollagenstimulation) |
„Der häufigste Fehler den ich sehe: Filler direkt in die Nasolabialfalte injiziert, ohne die eigentliche Ursache zu adressieren — nämlich den Wangenverlust darüber. Das Ergebnis ist unnatürlich. Ich behandle die Ursache, nicht das Symptom." — Dr. (univ.Te.) Nusret Fetai, Facharzt für Dermatologie & Ästhetische Chirurgie
Zornesfalte (Glabellaregion) — ist die häufigste Botox-Indikation weltweit.
Mimikfalten: nahezu ja (mit Botox). Tiefe statische Falten: deutliche Verbesserung, selten vollständige Entfernung. Gravitationsfalten: nur chirurgisch vollständig korrigierbar.
Kleine horizontale Falten auf beiden Seiten der Nase beim Lächeln. Entstehen durch Nasalis-Muskel. Botox wirksam. Häufige Begleitbehandlung bei Glabella-Botox.
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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel wurde von Dr. (univ.Te.) Nusret Fetai, Facharzt für Dermatologie und Ästhetische Chirurgie, verfasst und medizinisch geprüft (Stand 2026). Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung oder Untersuchung. Ergebnisse variieren individuell.